Ein neues Verfahren – Predictive Analytics – soll mit größerer Treffsicherheit prüfungswürdige Unternehmen aufspüren. Besonders unangenehm, wenn man selbst zu einem Prüfungsfall wird. Beim Verfahren des „Predictive Analytics“ werden großen …
Rechnungswesen
1. August 2017

So will die Finanz Steuersünder aufspüren

Ein neues Verfahren – Predictive Analytics – soll mit größerer Treffsicherheit prüfungswürdige Unternehmen aufspüren. Besonders unangenehm, wenn man selbst zu einem Prüfungsfall wird.

Beim Verfahren des „Predictive Analytics“ werden großen Datenmengen systematisch untersucht, um bestimmte Muster von Abgabensündern zu erkennen. Die Finanz kann auf einen riesigen Datenschatz durch elektronische Steuererklärungen und Jahresabschlüsse inkl. Kennzahlen zurückgreifen und nutzt diese Big Data zur Vorhersage, wer wahrscheinlich ein schwarzes Steuer-Schaf ist.

Die Finanz hat berechnet, dass man durch den Einsatz der Predictive Analytics Software ein Mehrergebnis von 10.000 Euro erzielen kann. Bisher brachte jede zweite Betriebsprüfung weniger als 3.600 Euro. Es wäre grundsätzlich zu begrüßen, wenn die tatsächlichen Steuersünder aufgedeckt werden. Ob das Mehrergebnis tatsächlich erzielt wird, werden die nächsten Jahre zeigen.

So tickt die Software
Die neue Prüfungsmethode setzt Kennzahlen wie Umsatz, Personalaufwand, bezogene Leistungen, KFZ-Aufwand, Provisionszahlungen, Umsatz- und Vorsteuer zueinander in Verbindung. Ergeben sich bei mehreren Kennzahlen Ungereimtheiten, so spuckt der Computer den Betriebsprüfungsauftrag aus. Die Kennzahlen variieren hinsichtlich Branche und Unternehmensgröße.

Tipp
Wen eine Predictive Analytics Betriebsprüfung erwischt, sollte kühlen Kopf bewahren und nach dem Grund fragen, der zur Betriebsprüfung führte. Wir als Ihre Vertretung gegenüber der Finanz unterstützen Sie tatkräftig. Oft lassen sich vermeintliche Ungereimtheiten rasch aufklären.

 

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